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21.09.2017 22:59:16

Ausbildung

Die Ausbildung der Riegenmitglieder hat in der Katharineum-Ruderriege seit jeher einen hohen Stellenwert. Egal ob Sportskanone oder eher wenig sportlich veranlagt. - Rudern kann jeder!

Bevor man sich aber auf Wanderfahrten dem Müßiggang hingibt oder nach hartem Training auf Regatten die Gegner hinter sich läßt, gilt es, sich das nötige Handwerkszeug anzueignen, sprich: Rudern zu lernen. Und das ist eigentlich ganz einfach.

Es ist nie zu spät, mit dem Rudern anzufangen. Viele unserer Mitglieder sind bereits seit der Unterstufe dabei. Aber genau so gut kann man auch erst später zum Rudersport kommen. Bei uns sind alle Altersklassen willkommen!

Wie lernt man nun also das Rudern? - Salopp könnte man sagen: "Am besten einfach ins Boot setzen und loslegen!" Aber ganz so ist es dann doch nicht. Die Mitglieder der KRR bilden sich nämlich gegenseitig aus. D.h. daß diejenigen, die schon lange genug dabei sind, die jüngeren (bzw. neuen) Mitglieder ausbilden, also ihnen das Rudern beibringen. In der Regel beginnt die Ausbildung im Frühjahr nach den Osterferien und erfolgt in breiteren Booten, den sogenannten Gig-Booten. Gerudert wird im Zweier oder Vierer mit Steuermann.

Die Ausbilder erklären zunächst, was man beim Rudern beachten muß und wie es geht. Liegt das Boot dann im Wasser und sind Einsteigen und Ablegen erklärt, geht es auch schon los.

Jeder neue Ruder-Azubi wird gemeinsam mit anderen Azubis in eine Mannschaft eingeteilt, je nachdem, an welchem Wochentag er/sie Zeit hat. Will Rudi also Rudern lernen und hat immer am Mittwochnachmittag Zeit, findet seine Ausbildung mittwochs statt. Und da Rudi nicht der einzige ist, der jeweils am Mittwoch rudern will, ist meistens auch schnell eine (Zweier- oder Vierer-)Mannschaft zusammen. (Genau so gut kann man natürlich auch mit einem Freund oder einer Freundin zusammen eine Mannschaft "aufmachen"!) Der Ausbilder fungiert als Steuermann und erklärt dabei, wie es geht, woran man noch arbeiten muß usw.

Wenn man zum ersten Mal in einem Ruderboot sitzt, ist das oft noch eine wackelige Angelegenheit. Man hat ständig das Gefühl, daß es kippelt, wackelt und man jeden Augenblick umkippt. Das passiert aber äußerst selten. Schon beim zweiten Mal geht es viel besser, und bald hat man den Eindruck, als würde man es schon richtig gut können. Rudern ist ja schließlich nicht schwer!

So nach und nach klappt es immer besser, die Rudertechnik wird verfeinert, und wenn man beim ersten Durchzug noch ein mulmiges Gefühl hatte, so gleitet man nach wenigen Malen schon flink über die Wasseroberfläche.

Der Ausbilder (oder die Ausbilderin) achtet darauf, daß alles richtig gemacht wird, und bald werden weitere Ruderkommandos vermittelt: Wende über Backbord, Gegenrudern, Skulls lang oder Hochscheren der Blätter. Nebenbei lernt man etwas über Verkehrsregeln auf dem Wasser, wie man sich bei Unfällen verhalten muß und andere wichtige Sachen.

Zusätzlich zum Rudern an sich lernt man aber auch die anderen immer besser kennen. Man kommt nicht nur der eigenen Mannschaft näher, sondern natürlich allen Ruderinnen und Ruderern, die sich so am Bootssteg und am Bootshaus tummeln. So sind schon viele Freundschaften entstanden!

Wenn man dann am Ende der Saison (im Herbst) schon richtig gut rudern kann, kann man seine Freiruderprüfung ablegen oder, anders ausgedrückt, sich freirudern. Die Freiruderprüfung besteht aus einem praktischen und einem theoretischen Teil. Im praktischen Teil muß man nachweisen und zeigen, daß man rudern kann, und in der Theorieprüfung muß man Fragen zum Verhalten auf dem Wasser, der Satzung der Ruderriege und ähnlichem beantworten (die Fragen werden natürlich nicht verraten!).


Wer freigerudert ist, kann jederzeit alleine und selbständig mit den Booten der KRR rudern (ein Ausbilder ist ja nun nicht mehr nötig, denn Rudi kann ja jetzt rudern!). Wer Lust hat, kann jetzt ins Training einsteigen, an allen Wanderfahrten teilnehmen oder sich mit anderen am Bootshaus zum Rudern verabreden.

In der nächsten Saison beginnt der Kreislauf von Neuem. Ältere Mitglieder bilden jüngere aus, und vielleicht verspürt ja auch Rudi irgendwann Lust, seine Kenntnisse und Erfahrungen an andere Mitglieder weiterzugeben. - Nur dann ist er der Ausbilder und nimmt auf dem Steuermannssitz Platz...

 

Wir sehen uns am Bootshaus! 

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